5 Tipps für Freelancer: So klappt es mit dem Anschlussprojekt

Freiberufler gehen bewusst ein Risiko ein. Sie müssen sich ihre Jobs immer wieder in Eigenregie beschaffen. Anders als bei der Festanstellung, gibt es keinen Arbeitgeber, der für ausreichend Arbeit und Einkommen sorgt. Des Weiteren ermöglichen mehrere Projektangebote, dass der Selbstständige sogar eine Auswahl an Anschlussprojekten hat. Selbstmarketing gehört deshalb für jeden Freelancer dazu.

 

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Wir haben fünf Tipps zusammengestellt, um die Aussichten auf Folgeprojekte zu steigern

 

1. Die Sache mit dem frühen Vogel stimmt

Suchen Sie rechtzeitig einen neuen Auftrag. Folgeprojekte fliegen einem nicht einfach so zu. Das erfordert Eigeninitiative. Viele Freischaffende starten allerdings zu spät. Rund jeder Zweite sucht erst zum Projektende nach einem Folgeauftrag, ergibt eine Umfrage eines bekannten Freelancer-Portals. Das ist verständlich, schließlich will man sich im aktuellen Projekt voll einbringen. Dennoch: Wer früher aktiv wird, vermeidet Projektlücken und sorgt für positive, finanzielle Kontinuität. Zudem fördert es die Konzentration auf das laufende Projekt, wenn der nächste Job bereits unter Dach und Fach ist.

2. Werden Sie zum Online-Promi

Sorgen Sie dafür, dass Sie im Internet gefunden werden. Um die Online-Bekanntheit zu steigern, eignen sich eine suchmaschinenoptimierte Homepage, Profile bei Xing, LinkedIn und möglichst vielen weiteren Online-Netzwerken. Einige Projektanbahnungen haben selbst bei Facebook ihren Anfang genommen. Halten Sie Ihre Profile und Auftritte dort aktuell. Und schauen Sie, wie Sie sich in der Masse abheben können. Stellen Sie sich und Ihre erfolgreich abgeschlossenen Projekte zum Beispiel in einem Video auf Ihrer Homepage vor.

3. Seien Sie eine Arbeitnehmermarke

Ein Unternehmen betreibt Marketing, um Aufträge zu erhalten. Als Freelancer ohne festes Unternehmen, sind die als Marketingmanager gefordert. Ihr Angebot ist Ihr Know-how. Zeigen Sie deshalb ein Stück von sich und viel von Ihrer Expertise. Eigene Blogartikel und Präsenz in Fachmedien sind ein guter Weg, sich selbst als Marke zu inszenieren. Auch die Teilnahme an Foren-Diskussionen und Social-Media-Gruppen unterstützt das Personal Branding. Im Idealfall schaffen Sie es, Ihr Eigen-Marketing auch während eines Projektes am Laufen zu halten. Damit bleiben Sie im Gespräch und die Chance auf ein Anschlussprojekt steigt.

4. Netzwerkpflege trotz Großauftrag

Verlieren Sie nicht den Kontakt zu Ihrem Netzwerk. Es ist sicher angenehm, wenn man sich bei einem Konzern einen Namen gemacht hat. Der Auftraggeber versorgt einen wie die eigenen Angestellten fast schon automatisch mit Anschlussprojekten. Doch Vorsicht... Das muss nicht auf ewig so bleiben. Schnell hat der Kontakt das Unternehmen gewechselt, und der gute Draht ist verloren. Freelancer, die auf einmal ohne Projekt dastehen, tun sich dann meist schwer mit etwas Neuem. Deshalb ist es wichtig, Branchen-Treffen und fachliche Vorträge zu besuchen, sich in Erinnerung zu bringen und nach außen sichtbar zu sein.

5. Andere für sich suchen lassen

Hinterlegen Sie Ihr Profil auf Online-Plattformen für Jobsuchende und Freelancer. Personaler und Personaldienstleister suchen heute aktiv nach passenden Fachkräften. Oder man lässt suchen. Spezialisten, wie zum Beispiel Experis, bilden Pools mit Profis aus allen Fachbereichen und vermitteln die Fachkräfte an Unternehmen. Sie unterstützen auch bei der Langfristplanung und wirken als Multiplikator. Als Freiberuflicher erweitert man so den Kreis möglicher Auftraggeber und erhält Zugriff auf Projekte, auf die man allein nicht ohne weiteres stößt. Das gilt vor allem für internationale Aufträge.