5 Tipps, wie Sie als Freelancer Ihr Business solide aufbauen

Den Tag nach den eigenen Vorstellungen planen und sich die Kunden aussuchen können – das Leben als Freelancer klingt verlockend. Wenn es sich dank guter WLAN-Verbindung sogar von der Südsee-Insel aus arbeiten lässt, wer will da noch den 9-to-5-Job im Angestelltenverhältnis?

 

Freelancer

Selbstständig = selbst + ständig

So verlockend die Freiheiten der Selbstständigen klingen mögen: Errungenschaften der Angestellten wie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Anrecht auf Urlaub oder geregelte Arbeitszeiten gelten für Freelancer nicht. Und die Zeit, die Steuern, Buchhaltung und Versicherungen in Anspruch nehmen, müssen sich Freiberufler erst einmal freischaufeln. Gleichzeitig schwanken die Einnahmen mitunter immens, während die laufenden Kosten eher steigen als fallen. Aber keine Angst: Wer gut plant und sich organisiert, federt auch Auftragstäler ab.

So bleiben Sie auch bei unregelmäßigem Einkommen entspannt

Ohne einen finanziellen Überblick geht es nicht:

  • Machen Sie einen Kassensturz. Verschaffen Sie sich besonders zu Anfang Ihrer freiberuflichen Tätigkeit einen ehrlichen, umfassenden Überblick über alle Kosten: Miete, Versicherungen, Auto inklusive Inspektion, TÜV, Reparaturen, und Steuern, Mitgliedschaften, Lebensmittel, Abonnements und so weiter. Denken Sie auch an Ausgaben für Friseurbesuche, kulturelle Veranstaltungen, Kleidung, Drogerieartikel oder Geburtstagsgeschenke. Haushaltsbücher für einen guten Überblick  gibt es mittlerweile bequem als App.    
  • Kennen Sie Ihren Wert. Wenn Sie alle Kosten kennen und auf einen monatlichen Betrag heruntergebrochen haben, wissen Sie, was Sie monatlich netto verdienen müssen. Rechnen Sie dann noch Steuern und Abgaben hinzu, die von Ihrem Honorar an den Fiskus, die Kranken- und Pflegeversicherung gehen. Jetzt wissen Sie, was Sie monatlich umsetzen müssen. Geteilt durch die Stunden, die Sie realistisch (!) für die bezahlte Kundenarbeit aufwenden können, ergibt sich Ihr Stundensatz. Aber vergessen Sie dabei nicht, dass Buchhaltung, Akquise und Administratives ebenfalls Zeit kosten.


Wenn Sie Ihre Kosten, den monatlichen Umsatz und Ihr Honorar kennen, haben Sie die wichtigsten Punkte im Griff. Jetzt heißt es, sich einen finanziellen Puffer zuzulegen. Experten raten dazu, sich ein Polster für mindestens ein halbes Jahr aufzubauen. Dafür richten Sie sich am besten ein separates Konto ein und führen monatlich einen fixen Betrag ab. Ihnen schwirrt schon der Kopf? Dann helfen unsere nächsten beiden Tipps weiter:

  • Suchen Sie sich Unterstützer. Natürlich wollen Sie Ihre Zeit in die Arbeit für Ihre Kunden stecken und damit Geld verdienen! Deshalb holen Sie sich Unterstützung von Experten für Steuern, Buchhaltung, Versicherungen und Rechtsfragen. Denn wer den Kopf frei von Administrativem hat, kann sich besser auf die Kundenarbeit konzentrieren. Zudem können Ihnen Steuer- und Versicherungsfachleute wertvolle Tipps geben, wo Sie Kosten einsparen oder Ausgaben steuerlich geltend machen können.
  • Bleiben Sie organisiert. Selbst + ständig. So empfinden viele Freelancer ihren Arbeitsalltag, müssen Sie sich doch von der Akquise bis zur Zahlungserinnerung um alles selbst kümmern. Deshalb empfiehlt es sich, die Woche gut zu strukturieren und auch unliebsame Aufgaben (Akquise! Buchhaltung!) mit festen Slots einzuplanen.  Ein paar hilfreiche Tipps dafür gibt es in diesen Videos.
  • Nutzen Sie die richtigen Tools. Zahlreiche Organisations-Tools, die online und mobil verfügbar sind, helfen dabei, sich alleine oder im Team zu organisieren. Beliebte Programme sind etwa Evernote oder Trello. Hier sehen Sie, wie sie funktionieren.


Zum Schluss haben wir einen Tipp für alle, die sich noch etwas mehr Sicherheit wünschen:

  1. Arbeiten Sie mit Partnern. Sicherer und bequemer ist das Freelancer-Leben, wenn Sie mit zuverlässigen Auftraggebern zusammenarbeiten, die Ihnen Ihre Freiheiten lassen, aber gleichzeitig für ein kontinuierliches Gehalt sorgen. So sind beispielsweise Personaldienstleister häufig auf der Suche nach Experten, die flexibel und projektweise eingesetzt werden können. Sie sind oft die ideale Verbindung zwischen Kunde und Freiberufler.

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