Arbeitsmarkttrends 2018: Was Sie bei der Karriereplanung beachten sollten

Wer sich 2018 beruflich neu- oder umorientieren möchte, hat dieses Jahr gute Erfolgsaussichten. Denn: Der deutsche Arbeitsmarkt boomt und bietet spannende Möglichkeiten für Arbeitnehmer. Und auch neue, unkonventionelle Arbeitsmodelle sind in diesem Jahr weiter hoch im Kurs.

Viele Experten sind sich einig: Auch im kommenden Jahr wird Deutschland den Jobboom der vergangenen Jahre fortsetzen können. Bereits 2017 wurden hierzulande 520.000 neue Stellen geschaffen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung rechnet in Deutschland für das neue Jahr mit 540.000 neuen Beschäftigungsstellen. Dies ist zwar weniger als noch 2017 (570.000), dennoch bleibt der Arbeitskräftebedarf nach wie vor hoch. In ganz Europa könnte es sogar 1,8 Millionen neue Stellen geben. Gemeinsam mit Malta und der Slowakei weist Deutschland als eines von drei Ländern der Eurozone eine niedrigere Erwerbslosenqute als im Vorkrisenjahr 2007 auf.

Fachkräftemangel und Gehaltsplus im IT-Bereich

Doch es ist nicht alles Gold, was auf dem deutschen Arbeitsmarkt glänzt. Insbesondere der Fachkräftemangel wird sich 2018 noch einmal verschärfen. Dieser Mangel drückt sich wiederum auch in den zu erwartenden Gehaltserhöhungen für 2018 aus. Demnach können Arbeitnehmer in diesem Bereich mit einem Plus von bis zu 6,5 Prozent rechnen. Damit möchten die Unternehmen die besten IT-Experten in ihre Unternehmen locken, die gefragt sind wie nie zuvor. Vor allem in München und Frankfurt am Main werden die größten Gehaltszuwächse erwartet.

Karriereziele 2018

Hier geht es zur Studie


Digitalisierte Jobsuche
– Gedruckte Stellenanzeigen und handschriftlich verfasste Bewerbungen werden immer seltener – letztere werden von manchen Unternehmen teils gar nicht mehr berücksichtigt. Die Digitalisierung der Gesellschaft spiegelt sich auch im modernen Recruitingprozess wieder. Computer und speziell programmierte Software unterstützen Unternehmen bei der Selektion der Bewerber und übernehmen automatisch die Vorauswahl, soziale Netzwerke dienen dabei als wichtige Informationsquelle. Robot-Recruiter, Chat-Bots und weitere Werkzeuge werden nach und nach den Alltag der Personaler begleiten.

Modell der Zukunft: NextGen-Arbeit

Doch nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ wird sich der Arbeitsmarkt im kommenden Jahr weiter verändern. Klassische Angestelltenverhältnisse nehmen weiter ab, flexible Arbeitsmodelle mit Möglichkeiten zur Weiterbildung und kurzfristigen Einkommenssteigerungen sind dagegen auf dem Vormarsch. Diese alternativen Beschäftigungsformen, zum Beispiel freiberufliches Arbeiten oder Zeitverträge, werden unter dem Begriff „NextGen-Arbeit“ zusammengefasst. Unsere aktuelle Umfrage zeigt: Weltweit gaben 87 Prozent der Befragten an, NextGen-Arbeit in Betracht zu ziehen. Aus Sicht der Befragten machen besonders die finanziellen und fachlichen Vorteile die neuen Arbeitsmodelle attraktiv. Berufstätige in Deutschland sind demgegenüber mit 77 Prozent noch vergleichsweise skeptisch.