Big Data: Irgendwas mit Daten

Daten sind In, Daten sind hip, Daten sind cool. Das zeigt eine Auswertung der Kölner Venture-Capital-Firma Capnamic Ventures von 5.000 Finanzierungsanfragen der letzten fünf Jahre. Das Unternehmen, das Start-ups finanziell unterstützt, sieht bei Firmengründungen einen deutlichen Trend in Richtung Datenmanagement und Datenanalyse-Software. Soll heißen: Viele Gründer wollen eigene Unternehmen im Bereich Big Data aufziehen. Die Anfragen für Risikokapital nehmen stark zu.

 

Dabei ist es gar nicht lange her, da wollte jeder Internetbegeisterte ein E-Commerce-Start-up gründen. Das ist Vergangenheit. Heute boomt der Markt für Big-Data-Geschäftsideen. Bis 2017 werden die Umsätze auf 32,4 Milliarden Dollar steigen. Das sind 27 Prozent Wachstum pro Jahr, zeigt eine Studie. Kein Wunder, dass Kapitalgeber die Jungfirmen geradezu mit Geld überschütten.

Deutschlandweit ist der Big-Data-Markt noch recht klein. Trotzdem füllen sich die Jobbörsen mittlerweile mit Stellenangeboten für Experten. Deutsche Arbeitgeber suchen beispielsweise vermehrt nach Fachleuten mit Kenntnissen in Hadoop (Java programmiertes Software-Framework, mit dessen Hilfe Anwender rechenintensive Prozesse mit großen Datenmengen auf Servern abarbeiten können) und NoSQL (strukturierter Datenspeicher).

Die Berufsaussichten für Datenjongleure sind also rosig. Gefragt sind zudem Software-Entwickler, Datenbank-Spezialisten und IT-Architekten. Das bestätigen unsere Recruiting-Experten für Engineering- und IT-Fachkräfte, Experis. Acht von zehn IT-Mittelständlern erwarten in den kommenden sechs Monaten steigende Umsätze, ergibt der Bitkom-Mittelstandsindex. 68 Prozent dieser Firmen wollen aus diesem Grund in diesem Jahr neue Mitarbeiter einstellen.