Darum sind Sportler die besseren Arbeitnehmer

Sport ist gesund und hält jung. Diese Erkenntnis ist nicht neu und wurde im letzten Jahr durch die Langzeitstudie „Gesundheit zum Mitmachen“ von Sportwissenschaftlern der Universität Karlsruhe eindrucksvoll bestätigt. Mitkoordinator der Studie Professor Klaus Bös brachte es damals auf den Punkt: „An unseren Daten sieht man: Der 50-jährige aktive Mensch ist so fit wie der 40-jährige inaktive." Doch nicht nur aus medizinischer Sicht ist Sport ratsam, auch in Hinblick auf Ihre Karriere könnte es sich lohnen, öfter die Laufschuhe zu schnüren. Wir zeigen Ihnen, warum. 

Sport stärkt den Körper

Denken Sie beispielsweise an die kräftezehrende Vorbereitung auf einen Wettkampf wie etwa einen Marathon. Diese Zeit verlangt von den Sportlern ein hohes Maß an Disziplin, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen. Die Sportler müssen Rückschläge verarbeiten, etwa ausgelöst durch Verletzungen. Außerdem lernen sie, auch einmal mit Misserfolgen umzugehen und wieder aufzustehen. Ganz zu schweigen von dem strikten Trainingsplan, an den sie sich halten müssen. Gerade das Training im Winter ist hierbei besonders herausfordernd, weil es morgens lange dunkel bleibt beziehungsweise schon nachmittags dunkel wird. Aber gerade für Ausdauersportarten ist es wichtig, auch im Winter im Training zu bleiben. Und Skifahrer sollten schon vor ihrem Urlaub die Muskulatur an die Belastung gewöhnen. Der häufig beschworene Schweinehund muss im Herbst und Winter also nicht nur überwunden, sondern bestenfalls ganz weggesperrt werden.

Katalysatoren für die Karriere

Doch die Fähigkeiten, die Sie aus dem Training gewinnen, helfen Ihnen häufig auch im beruflichen Alltag weiter: Sportler gelten als gesünder, belastbarer und leistungsfähiger als ihre unsportlichen Kollegen und eignen sich dadurch besonders für Führungspositionen. Außerdem werden Erfolgserlebnisse wie das Überqueren der Ziellinie bei einem Rad- oder Laufwettbewerb mit in den Berufsalltag genommen und stärken das Selbstbewusstsein. Die Hartnäckigkeit aus den unzähligen Trainingsstunden zahlt sich vielleicht schon während der nächsten Gehaltsverhandlung aus. Denn mit dem Eifer und der gewonnen Wettkampferfahrung arbeiten Sie zielstrebiger als andere. Das wird auch vom Chef registriert. Daher sollten Sie Ihre sportlichen Aktivitäten im Lebenslauf oder Vorstellungsgespräch offen kommunizieren, Erfolge hervorheben. 

Teamplayer auf und neben dem (Arbeits-) Platz

Aber nicht nur Ausdauersportarten fördern Soft Skills. Auch Mannschaftssportler eignen sich im Zuge ihrer sportlichen Laufbahn wichtige Eigenschaften an, die sie im Berufsalltag vom Rest abheben. Eine Studie der US-amerikanischen Cornell University aus dem Jahr 2014 ergab, dass die Attribute Selbstachtung, Selbstbewusstsein und Führungsqualität bei ehemaligen Hochschulathleten besonders stark ausgeprägt sind. Darüber hinaus erlangen Mannschaftsführer wichtige Führungskompetenzen, sei es, um Konflikte innerhalb des Teams zu lösen oder stellvertretend für die Mannschaft mit dem Trainer zu sprechen. Die Fähigkeit zur Problemlösung gehört laut der Studie „Soft Skills 4 Talent“ der ManpowerGroup auch zu den wichtigsten Sozialkompetenzen. Allgemein zeugen übernommene Ämter innerhalb einer Mannschaft von Disziplin und Verantwortungsbewusstsein und sollten daher ebenfalls im Lebenslauf nicht verschwiegen werden. Sport lohnt sich also in vielerlei Hinsicht. Fangen Sie am besten direkt damit an – es muss ja nicht gleich ein Marathon sein.