Das Auto geht online

Fünf Jahre noch, dann hat jedes fünfte Auto einen Internetanschluss. Das sind 250 Millionen vernetzte Fahrzeuge weltweit bis 2020. Ein riesiger Markt tut sich gerade auf. Die Umsätze mit dem Online-Auto werden sich im selben Zeitraum vervierfachen, schätzen Analysten von PwC. Die zunehmende Vernetzung ist bereits heute in vielen Modellen sichtbar. Eine App, die SMS und WhatsApp-Nachrichten vorliest, ist nur die Spitze des Eisbergs.

 

 

Foto Auto Online

Ein Artikel von Robert Rademacher

 

Sicher und bequem ans Ziel kommen

Das Internet unter der Motorhaube soll vor allem Unfälle vermeiden. Autos der nahen Zukunft werden vor Kollisionsgefahren, Glätte und Staus hinter Kurven warnen – alles nahezu in Echtzeit. Der Fahrer erhält die Hinweise direkt auf die Windschutzscheibe projiziert. Sein Blick bleibt so konstant auf die Straße gerichtet. Intuitiv bedienbare Webwerkzeuge à la iPhone werden helfen, die steigende Informationsvielfalt zu verarbeiten. Das eingebaute Internet im Auto wird zudem häufiger zum Lotsen im Verkehr genutzt, da aktuelle Staus und Baustellen angezeigt und vermieden werden können. Des Weiteren werden zum Beispiel Hotels in der Umgebung aufgelistet und Zimmer können online reserviert werden. Die finale Stufe der kompletten Vernetzung mit der Umwelt ist das autonome Fahren. Wenn Fahrzeuge bald untereinander kommunizieren können, wird ein aktives Fahren nicht mehr notwendig sein.

Vernetzung mit Risiken

Vieles ist also machbar, aber einiges davon ist nicht nur von Vorteil. Ein Risiko sind Angriffe durch Hacker. Sie können per Internetzugang Fahrzeuge fernsteuern, Bremsen manipulieren, Bewegungs- und Fahrprofile erstellen und die Zentralverriegelung entsperren. Darüber hinaus wird der Autofahrer durch die Always-on-Entwicklung zum gläsernen Fahrzeuglenker. Alle gesammelten Daten sind für einige Unternehmen Gold wert, zum Beispiel für Versicherungen, Werkstätten und Werbefirmen. Für das komplett vernetzte Auto braucht es damit Regeln, wie mit Fahrzeug- und Umgebungsdaten umgegangen werden soll. Das ist Aufgabe der Politik. Die Automobilbranche muss zudem für ausgeklügelte Sicherheitskonzepte und -systeme sorgen, die ein Ausspähen und Fernsteuern verhindern.

 

Diese Zukunft-Technologien der Kfz-Welt werden von qualifizierten Ingenieuren und IT-Experten entwickelt. Experis ist Recruiting-Experte in den Bereichen Engineering und IT, der Spezialisten mit Automotive-Unternehmen und ihren Zulieferern zusammenbringt. Wir bei ManpowerGroup sehen uns damit als Vermittler, der die Vernetzung der Automobilwelt mit passenden Fachkräften unterstützt.