Die Kunst der Selbstmotivation – wenn der Kopf auf die Bremse tritt

Einen Durchhänger hat jeder einmal – das gilt auch für Menschen die ihren “Traumjob” gefunden haben. Was ist zu tun, wenn auch der vierte Kaffee ohne Wirkung bleibt, weil gerade irgendwie die Luft raus ist? Wir geben Tipps zum Thema Selbstmotivation, die Sie wieder ins Rennen bringen.

 

Motivation, Kinder, Arbeit

Raus aus dem Büro

Nehmen Sie erst einmal den Fuß vom Gas, bevor die Reifen durchdrehen und Sie doch nicht vorwärts kommen. Statt verbissen weiterzuarbeiten, sollten Sie an die frische Luft gehen. Im Gehen entstehen oft die besten Ideen: Dann kommt der Kopf aus der „Heute-geht-nichts“-Spirale heraus und Sie können der Ursache für die schlechte Stimmung besser auf den Grund gehen.

Den Blickwinkel ändern

Nicht jeder Aspekt der Arbeit ist schön - das gilt auch im “Traumjob”. Manchmal lohnt es sich dann, den Blickwinkel zu ändern. Schreiben Sie die Sachen auf, für die Sie im Job dankbar sind und auf die Sie sich freuen. Das heißt: Am besten schon gleich morgens unter der Dusche an das Brainstorming mit den Lieblingskollegen und nicht an das Telefonat mit dem schwierigen Kunden denken.

Die Ziele überprüfen

Vielleicht verlangen Sie zu viel von sich. Oder zu viel auf einmal. Oft hilft es, sich Teilziele zu setzen und so schneller zum Erfolg zu kommen, ohne gleich den ganzen Brocken bewältigen zu müssen. In Nachtschichten auf verlorenem Posten zu kämpfen, raubt selbst dem  Champion den Spaß. Es ist nicht immer schlimm, den Endspurt auf den kommenden Tag zu verschieben. Mit frischem Kopf geht der Rest viel besser von der Hand. Sollten Sie in einem Projekt feststellen, dass Sie ihren Anteil gar nicht schaffen können, müssen die Pläne angepasst werden. Brauchen Sie mehr Zeit oder die Zuarbeit eines Spezialisten? Ein Projektplan sollte immer so flexibel sein, dass nachträgliche Veränderungen möglich sind. Denn die Realität hält sich nicht immer an den in der Theorie festgelegten Fahrplan.

Für Anschub sorgen

Kollegen können auch bei der Selbstmotivation helfen. Lassen Sie sich von einem gerade besonders motivierten und kreativen Kollegen inspirieren. Oder öffnen Sie sich einer Vertrauensperson in der Firma – es ist kein Zeichen von Schwäche, das Motivationstief zuzugeben. Dafür hilft es oft, sich darüber auszutauschen und eine andere Sichtweise zu hören. Oft reicht ein kleiner Schubs, dann können Sie ganz alleine weitermachen. Selbstmotivation heißt nicht, Einzelkämpfer zu sein. Auch eine Manpower-Studie zur Arbeitsmotivation zeigt: Vor allem ein gutes Verhältnis zum Chef und den Kollegen motivieren 65 Prozent der deutschen Arbeitnehmer. Ist im Team schlechte Stimmung, hat das gravierende Auswirkungen. Vielleicht liegt Ihr Tief sogar genau daran – gab es Streit im Mitarbeiterkreis oder sind Sie frustriert, weil andere mehr Lob oder Geld erhalten haben? Klären Sie Unstimmigkeiten!

Belohnungen genießen

Haben Sie einen Sieg über den inneren Schweinehund eingefahren? Dann können Sie sich auch belohnen! Keine Frage, Belohnungen sind ein mächtiges Motivationsmittel. Die Anerkennung von anderen – beispielsweise dem Chef – ist wichtig. Laut einer weiteren Manpower-Umfrage ist das Verlangen der Arbeitnehmer nach Wertschätzung für die eigene Leistung gestiegen: Jeder Dritte wünscht sie sich für 2017.

In einem Motivationsloch kann das auch aktiv eingefordert werden. Kommt vom Vorgesetzten nichts Positives, muss der Mitarbeiter selber ran: Belohnen Sie sich  immer wieder selbst - beispielsweise wenn Erfolge erzielt wurden.

Zuletzt sollten Sie sich in Erinnerung rufen, dass Motivationstiefs normal sind und bei jedem mal vorkommen. Sie sind nicht allein. Akzeptieren Sie es und probieren Sie die oberen Tipps aus, aber machen Sie sich nicht fertig.