Diesen fünf Jobs gehört die Zukunft

Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt. Dieses Schreckensgespenst ist weit verbreitet und basiert auf der Befürchtung, dass in Zukunft immer mehr Roboter und Maschinen in den Arbeitsmarkt eindringen. Doch diese Befürchtung ist unbegründet, denn die Digitalisierung schafft neue Berufe ebenso wie sie andere überflüssig werden lässt. Wir zeigen fünf Berufsfelder, die in den nächsten Jahren aufgrund der zunehmenden Technisierung unserer Umwelt immer wichtiger werden.

Security Spezialisten

Die virtuelle Sicherheit ist eines der spannendsten und gleichzeitig wichtigsten Themen der Zukunft. Zuletzt hat der mutmaßlich russische Hackerangriff auf die IT-Infrastruktur der Bundesregierung gezeigt, dass sich nicht einmal der Staat vollständig gegen virtuelle Angriffe von außen wehren kann. Damit solche Attacken in Zukunft besser abgewehrt und verhindert werden können, benötigt nicht nur die Bundesregierung bestens ausgebildete Sicherheitsexperten im IT-Bereich. Alle Unternehmen, die ihre hochsensiblen Informationen schützen wollen, sind auf solche Spezialisten angewiesen und werden laut einer Studie des Digitalverbandes Bitkom künftig verstärkt in ihre IT-Sicherheit investieren. Sicherheitsexperten im IT-Bereich sind für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens extrem wichtig – dementsprechend gut wird der Job auch bezahlt. Dies gilt übrigens für den gesamten IT-Sektor. Lesen Sie hierzu auch unseren Blogeintrag zu den diesjährigen Arbeitsmarkttrends.

Virtueller Baumeister

Imposante Bauwerke wie der Eiffelturm oder die Elbphilharmonie sind architektonische Meisterleistungen unserer Zeit. Der sogenannte Cloud-Architekt hingegen beschäftigt sich nicht mehr mit solch haptischen Bauten, sondern ausschließlich mit dem Errichten virtueller Netzwerke. Er ist sozusagen die Cloud-basierte Abwandlung des herkömmlichen Architekten. Zu seinen Schlüsselkompetenzen zählen, neben dem Aufbau und der Pflege der firmeninternen Cloud, auch das Beherrschen von Programmiersprachen wie Java oder Python. Darüber hinaus sollte der Architekt des Firmennetzwerkes auch gewisse Soft Skills zu seinen Fähigkeiten zählen. Die sozialen Kompetenzen werden nämlich dann wichtig, wenn Sie als Cloud-Architekt zwischen den verschiedenen Abteilungen, die auf die Cloud zugreifen können, vermitteln oder Ihren Kollegen die unterschiedlichen Anwendungsbereiche erklären müssen. Dadurch vereint der Cloud-Architekt technische Expertise mit großen kommunikativen Fähigkeiten.

Große Datenmengen kompakt zusammenfassen

Jeder Mensch produziert tagtäglich eine Vielzahl an Daten, sei es mit der Kreditkarte oder dem Smartphone. Richtig ausgewertet, geben diese Datenmengen unzählige Informationen über unser Verhalten und unsere Interessen preis. Nicht umsonst werden diese Datensätze oft als das „Öl des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet. Datenwissenschaftler haben die Aufgabe, diese Datensätze zu sammeln, auszuwerten und die wichtigsten Informationen für ihre Arbeitgeber aufzubereiten, die diese Daten dann gewinnbringend einsetzen können. Auch in diesem Berufsfeld sind Kenntnisse der wichtigsten Programmiersprachen sowie herausragende akademische Leistungen unerlässlich. Ebenso wichtig ist es, die Daten auf verständliche Art und Weise zu übersetzen. Wer diese hohen Anforderungen erfüllt, darf sich häufig über ein Einstiegsgehalt von 50.000 € freuen – nicht ohne Grund wurde der Data Scientist schon als „Sexiest Job of the 21st Century“ betitelt.

Künstliche Intelligenz vorantreiben

Die künstliche Intelligenz wird uns in den kommenden Jahrzehnten immer stärker begleiten. Selbstfahrende Autos, Sprachcomputer und Roboter kennen wir schon – aber welche technischen Errungenschaften erwarten uns in zehn Jahren? Schon heute gibt es an verschiedenen europäischen Universitäten Masterstudiengänge der „Artificial Intelligence“, deren Absolventen als Experten für künstliche Intelligenz unsere Zukunft aktiv mitgestalten werden. Voraussetzung ist ein Studium der Informatik mit Schwerpunkt Mathematik, aber auch Neurowissenschaftler, die die Abläufe des menschlichen Gehirns verstehen, können in diesem Feld tätig werden.

Embedded Systems Engineer

Das „Embedded Systems Engineering“ ist ein Teilbereich der Ingenieurswissenschaften und beschäftigt sich – wie der Name schon vermuten lässt – mit eingebetteten Systemen. Diese Systeme umgeben uns Tag für Tag, ohne, dass wir sie wirklich bemerken. So sind in einem modernen Mittelklassewagen bis zu 70 eingebettete Systeme eingebaut, beispielsweise der Airbag. Aber auch in anderen Branchen wie der Luft- und Raumfahrt oder der Telekommunikations- und Unterhaltungstechnik spielen eingebettete Systeme in Anbetracht der neuesten technischen Entwicklungen eine immer wichtigere Rolle. Die kleinen Rechner übernehmen Daten- und Signalverarbeitung, Steuerungs- und Regelfunktionen und bringen Geräte damit erst zum Laufen. Embedded Systems Engineer sollten über ein hohes Verständnis für Algorithmen- und Softwareentwicklung sowie Elektrotechnik und Mathematik verfügen. Aufgrund der hohen Nachfrage über viele Branchen hinweg, sind die Zukunftsaussichten für diesen Berufszweig glänzend.