Ist Ihr Business Englisch “the yellow from the egg”?

Selbst wer fließend Englisch spricht, kommt im Geschäftsumfeld schnell an seine Grenzen. Denn obwohl unsere Geschäftssprache von englischen Buzzwords nur so wimmelt, handelt es sich dabei nicht selten um sogenannte “false friends”. Darunter versteht man Begriffe, die nur vermeintlich richtig sind, aber im Englischen eine ganz andere oder gar keine Bedeutung haben. Prominentestes Beispiel: Das Handy, das man im Englischen nur als „mobile phone“ oder „cell phone“ kennt.

 

England, London, Big Ben

Nie mehr “false friends” treffen

Die meisten Fehler entstehen, weil wir im Englischen auf ähnlich klingende Worte zurückgreifen. Das geht oftmals gut. Manche vermeintliche Übersetzung löst aber beim Gegenüber bestenfalls Verwirrung aus. Im schlimmsten Fall treten Sie jemandem gehörig auf den Schlips. Ein paar falsche Freunde aus dem täglichen Business-Umfeld haben wir Ihnen deshalb einmal aufgeführt.

Nice to meet you?

Was wie ein freundlicher Gruß klingt, ist im Großteil aller Fälle schlichtweg falsch. Denn „meet“ sagt man tatsächlich nur beim allerersten Kennenlernen. Haben Sie jemanden schon öfter getroffen, ist „nice to see you“ die korrekte Variante. Heben Sie sich das „nice to meet you“ also auf für Situationen, in denen Sie jemandem vorgestellt werden oder erstmals persönlich treffen.

I’ll talk with my chef

Verrücktes Englisch! Sprechen unsere Kollegen vom „chef“, meinen sie den Chefkoch eines Restaurants (wobei ein „cook“ wiederum ein Hobbykoch ist, kein Profi). Unseren Vorgesetzten bezeichnen wir korrekterweise mit „boss“ oder „superior“ (Vorgesetzter). Gänzlich falsch ist auch der  „chief“ (= Häuptling).

I need the documents until Friday

Benötigen Sie die Unterlagen bis spätestens Freitag? Dann heißt es richtigerweise: „I need the documents by Friday“. Die Variante mit „until“ verwenden Sie nur in der Verlaufsform („I’m on vacation until Friday“).

Let’s arrange a date at the trade show

Natürlich bedeutet „date“ auch Datum. Im Business-Umfeld spricht man aber von „appointment“ oder „meeting“. Das „date“ ist tatsächlich nur privaten Verabredungen vorbehalten – und meist auch nur solchen, die eher auf ein Rendezvous hinauslaufen. Hier kann eine sprachliche Unachtsamkeit schnell peinlich werden.

We need a beamer for the presentation

Was wir landläufig Beamer nennen, heißt im Englischen „projector“. Zwar taucht das Wort Beamer auch ab und zu auf, gemeint ist dann aber tatsächlich ein Slang-Wort für ein Auto der Marke BMW.

Can we talk about the dates, please?

Wenn Sie mit Ihren Kollegen nicht über die letzten privaten Verabredungen sprechen wollen, sondern über die Daten einer Studie oder eines Projekts, dann heißt es richtig: „Can we talk about the data, please?“ Und das ohne Plural-S.

Übrigens: „Dates“ haben noch eine andere Bedeutung. Es ist schlichtweg das englische Wort für Datteln.

We can visit the fabric after our meeting

Wenn Sie mit Ihren Kunden noch die Fabrik besichtigen möchten, sprechen Sie von der „factory“  oder „production site“. Das Wort „fabric“ gibt es im Englischen zwar auch. Hiermit bezeichnen Sie aber Kleidungsstoff und Textilien.

Sorry, I’m irritated

Viele englische Begriffe basieren auf lateinischen Worten, die wir auch im Deutschen kennen. Über die Jahrhunderte haben sich aber unterschiedliche Bedeutungen ergeben. Wenn Sie irritiert sind, sind Sie „confused“. Sagen Sie stattdessen „I’m irritated“, versteht Ihr Gegenüber „Ich bin verärgert“. Ein deutlicher Unterschied, der schnell zur Missstimmung führen kann!

Und was ist mit E-Mails in Englisch?

Die richtige Formulierung im täglichen E-Mail-Verkehr bereitet uns oft Kopfzerbrechen. Was wir einmal für die schriftliche Korrespondenz gelernt haben, klingt heute schnell aufgesetzt und wenig einladend. Zeitgemäße und weniger formelle Alternativen zu den altbekannten Grußformeln und Redewendungen finden Sie hier.