Mensch oder schon Maschine?

Welche technischen Neuerungen lassen die Grenzen verschwimmen? Vor mehr als 30 Jahren wurden zwei Roboter durch die „Star Wars“-Filme berühmt. Heute wirken die beiden mechanischen Kumpel schon fast wie aus der Zeit gefallen. Künstliche Intelligenz erobert die Unternehmen, Chatbots beraten bei Krediten und Roboter steuern ganze Operationen in den Krankenhäusern. Die Grenzen verschwimmen, was ist noch menschlich und was ist ein künstlich erschaffenes Produkt?

„Connie“ – der elektronische Concierge

Er heißt „Connie“, sieht etwas seltsam aus und arbeitet im Hilton-McLean in Virginia, USA. „Connie“ ist der erste Roboter, der als Hotel Concierge arbeitet. Bereitwillig informiert er die Gäste über lokale Attraktionen, hilft bei Problemen im Hotel und macht nie Feierabend. „Connie“ wurde von IBM entwickelt und lernt durch die Fragen der Gäste – je mehr Interaktion stattfindet, umso schlauer wird der Roboter. „Wir konzentrieren uns auf die Reisenden, wollen das Reisen leichter, einfacher und angenehmer für unsere Gäste machen“, sagt Jonathan Wilson, Vizepräsident und verantwortlich für den Bereich Innovation in der Hilton Hotel Gruppe. Selten ist die Hilfe durch Roboter und Künstliche Intelligenz so sichtbar wie in der Hotellobby in Virginia. (Quelle

Body – Hacker auf dem Vormarsch

Doch einige gehen noch viel weiter. Nur Mensch zu sein reicht nicht mehr aus. Als Cyborgs wollen die Menschen ihre Fähigkeiten dramatisch erweitern – meist dank implantierter technischer Hilfsmittel. In den USA ist diese Szene schon weit fortgeschritten. Da öffnen Mikrochips unter der Haut unsichtbar die Türen und mit implantierten Magneten lassen sich elektrische Felder spüren. Doch nicht immer läuft die Modifizierung des Köpers rund. Der australische Body-Hacker „Meow Ludo Disco Gamma“ hatte sich den Chip eines Nahverkehrsunternehmens, sozusagen als dauerhafte Fahrkarte, implantieren lassen. Doch als er von einem Kongress zu dem Thema aus den USA zurückkam, öffneten sich die Sperren der U-Bahn nicht mehr für ihn. Der Chip war deaktiviert worden, weil Meow ihn manipuliert haben soll. Jetzt klagt der Body-Hacker gegen das Transportunternehmen. (Quelle

Künstliche Intelligenz – es lebe der digitale Arbeitsplatz

Nicht immer sind die Geschichten so schlagzeilenträchtig. Längst hat die KI in vielen Haushalten und Büros Einzug gehalten. Oft bekommen wir gar nicht mit, wer uns da alles zur Hand geht. Die digitale Transformation in den Unternehmen ist in vollem Gange. Der Digital Workplace wird dabei für viele zum Wettbewerbsfaktor. Die Art zu arbeiten verändert sich massiv. Sie wird noch mobiler, asynchron und findet in wechselnden Teams statt. Die Grundidee ist, allen Mitarbeitern den Zugang zu allen für sie relevanten Informationen zu ermöglichen und das unabhängig von Ort, Zeit und Gerät. Solche Arbeitsplätze, schätzen Experten, werden in naher Zukunft erheblich zur Wertschöpfung der Unternehmen beitragen. Die Mitarbeiter müssen sich dafür digital qualifizieren, haben aber, so eine Studie des Unternehmens Citrex, auch mehr Zeit für die Familie. 64 Prozent der Befragten in der Studie waren mit dem digitalen Arbeitsplatz zufrieden. Menschen und Maschinen sollen sich perfekt ergänzen. (Quelle

Intelligente Unternehmen bestimmen die Zukunft

Spannende Themen wurden bei den 17. Hamburger IT-Strategietagen besprochen. Zwei Tage diskutierten die CIOs (Chief Information Officer) und IT Entscheider gemeinsam über neue Lösungen und digitale Strategien der Zukunft. So sprach Markus Norga, VP Machine Learning bei SAP, darüber, wie Unternehmensanwendungen intelligent gemacht werden können. Seit fünf Jahren hat die Bild- und Spracherkennung große Fortschritte gemacht, die Fähigkeiten der Computer überragen oft schon die der Menschen. Norga ist sicher: „Das ist die nächste industrielle Revolution“. Machine Learning hilft demnächst bei der Beurteilung einer Kaufwahrscheinlichkeit im Konsumentenbereich. Der gesamte Prozess wird „selbstlernend“ gemacht, so Norga weiter. Ein Thema, das die nächsten Jahre noch viele Unternehmen beschäftigen wird. (Quelle