NextGen-Arbeit: Berufliches Wohlbefinden dank Flexibilität?

Die richtige Balance zwischen Arbeit und Privatleben ist heute weder eine unlösbare Aufgabe noch ein geheimer Wunsch, sondern ein ganz entscheidender Faktor für das berufliche Wohlbefinden. Wellness sowie physische, geistige und seelische Fitness sind aktuell Boombranchen.

 


Millennials legen großen Wert darauf, Zeit für sich selbst zu haben. Gerade ältere Millennials (25-34) entscheiden sich unter allen Altersgruppen am häufigsten für NextGen-Arbeit, um beruflichen Stress zu reduzieren und mehr Zeit für ihre Familie zu gewinnen. Es gibt kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern, wenn es um den Umgang mit Stress und mit familiären Verpflichtungen geht – oder auch darum, sich durch zusätzlichen Verdienst größeren Freiraum zu schaffen und die eigenen Fähigkeiten und Qualifikationen auszubauen.

Seelenfrieden

Mehr als ein Fünftel aller Männer und Frauen entscheiden sich für NextGen-Arbeit, weil sie diese als stressfreier wahrnehmen.
Frauen 22 % – Männer 21 %

Flexibilität ist keine Geschlechterfrage

Männer und Frauen entscheiden sich gleich häufig für NextGen-Arbeit, um so flexibler zu sein und mehr Zeit mit der eigenen Familie verbringen zu können.
Frauen 29 % – Männer 29 %

Nach ihren Vorstellungen

Frauen wünschen sich geringfügig häufiger als Männer eine größere Autonomie bei der Zeiteinteilung.
Frauen 35 % – Männer 33 %

Unterschiede zwischen den Generationen

Ältere Berufstätige legen Wert auf sinnvolle Beschäftigung und Balance. Für Millennials heißt das zentrale Thema „Qualifikation!“.

Konsumenten erwarten heute Service, der ihren Wünschen und Bedürfnissen genau entspricht: Lieferung am gleichen Tag, Einkaufen rund um die Uhr, maßgeschneiderte Medien in ihrem Newsfeed. Doch Karrieren sind traditionell noch immer nach dem Einheitsmodell gestrickt. Das berufliche und das Privatleben der Menschen ändert sich im Laufe des Lebens; entsprechend wandeln sich auch ihre Prioritäten, wenn es darum geht, wie, wann und wo sie arbeiten. Dafür sind sie unter Umständen auch bereit, Einbußen bei der Flexibilität, beruflichen Sicherheit oder bei den möglichen Lohn- und Lohnnebenleistungen hinzunehmen. Junge Eltern entscheiden sich zum Beispiel, ihre Arbeitszeit zu begrenzen: Sie verdienen zwar weniger, haben so jedoch mehr Zeit für ihre Kinder. Ruheständler treten vielleicht ein zweites Mal ins Berufsleben ein: Sie arbeiten in Teilzeit und bessern so ihre Renten oder Pensionen auf – mit deutlich weniger Druck. Und der freiberufliche IT-Experte aus der Millennial-Generation mit den gesuchten Java-Fähigkeiten kassiert vielleicht aktuell als Freiberufler Tagessätze von 800 €; doch wenn er später mal Kinder hat, werden Urlaubszeiten und Beiträge zur Altersvorsorge für ihn eventuell wichtiger.

Die gute Nachricht? NextGen-Arbeit kennt praktisch keine Altersdiskriminierung. 95 % der jüngeren Millennials (18-24) sind offen für dieses Arbeitsmodell; und auch die Babyboomer-Generation springt auf den Zug auf: 80 % der über 50-jährigen sind bereit, sich auf NextGen-Arbeit einzulassen.

Fazit

Die Gründe, warum sich Menschen für NextGen-Arbeit entscheiden, sind vielfältig und hängen vor allem von der individuellen Lebenssituation ab. Unternehmen sollten diese kennen und ihren Mitarbeitern die Flexibilität einräumen, die sie benötigen. Anders werden Unternehmen gute Talente in der Arbeitswelt der Zukunft nicht finden und halten können.