Robo-Recruiter helfen Personalvermittlern

Künstliche Intelligenz ist ein beherrschendes Thema in den Führungsetagen der Unternehmen – auch in der Personalvermittlung. Immerhin 23 Prozent der Firmen glauben an eine Revolution der Personalvermittlung durch künstliche Intelligenz (KI). Das ist ein Ergebnis der Studie „IT-Freiberufler 2019“, die IDG Research Services in Zusammenarbeit mit Experis durchgeführt hat.

Nach Wunsch vieler Unternehmen sollen Roboter dabei helfen, externe Mitarbeiter wie Programmierer oder IT-Berater auszuwählen. Schließlich nimmt ihre Bedeutung für Firmen stark zu – in IT-Projekten arbeiten inzwischen mehrheitlich Freelancer. Die vielen Externen verursachen Aufwand und Kosten. Digitale Helfer sollen beides optimieren. Mit Algorithmen können viel schneller die für IT-Projekte geeigneten Freiberufler gefunden und vermittelt werden. Das sagen 78,5 Prozent der Unternehmen.

 

 

Einstellungsgespräch mit einem Roboter

 

Doch die Arbeitskräfte selbst sind skeptisch. Würden Sie sich als Freelancer gern von einem Roboter anwerben lassen? Die Antwort in der Studie lautet mehrheitlich „nein“. Unter den IT-Freiberuflern glauben nur drei Prozent an eine revolutionäre Bedeutung der KI für die Personalvermittlung. 54 Prozent von ihnen sehen keinen Nutzen von Algorithmen bei der Suche nach IT-Fachkräften. Wenn sie helfen können, dann bei einfachen Ausschreibungen wie „Suche einen Java-Entwickler für drei Monate“ und nicht für komplexe IT-Projekte – sagen 64,9 Prozent aller Freiberufler und 76,3 Prozent der Unternehmen.

Die aufwändige Suche nach den händeringend gebrauchten IT-Experten kann allerdings künftig schneller von Maschinen erledigt werden. Potenzielle Mitarbeiter sind immer häufiger im Internet präsent, die Menge der Daten wird größer. Laut der Studie hat eine Vermittlung über Online-Portale leicht zugenommen (von 13,5 auf 14,7 Prozent). Allerdings vermarkten sich immer weniger IT-Fachkräfte selbst, die direkte Beauftragung ohne Vermittler nimmt im Vergleich zum Vorjahr von 39 auf 36,5 Prozent ab.

 

 

Smarte Zusammenarbeit dank Blockchain

 

Doch würde es Ihnen nicht auch gefallen, wenn Technik die lästige Bürokratie übernehmen würde? Schon jetzt kann die Blockchain-Technologie bei Arbeits- und Werkverträgen von IT-Freelancern mithilfe von sogenannten „Smart Contracts“ eingesetzt werden. Dabei können Vertragsdetails in einer Blockchain hinterlegt und Abläufe automatisiert werden – wie etwa eine Abschlagszahlung nach erreichtem Projektstatus. Lästige Mahnungen und das Warten auf Zahlungen hat dann für IT-Fachkräfte ein Ende. Personalabteilungen setzen die Technik ein, um Verträge auszuarbeiten, Zahlungen zu veranlassen oder eine Verlängerung der Beschäftigung zu verhandeln. Blockchain kann helfen, Prozesse automatisiert abzuwickeln und Daten verfügbar zu machen.

Mit zunehmender Verbreitung der externen IT-Mitarbeiter steigt die Komplexität. Die Bedeutung von reibungsloser Abwicklung und transparenten Prozessen nimmt zu – für Personalabteilungen und die Freiberufler selbst.

 

Über die Studie

Die Ergebnisse der Studie „IT-Freiberufler 2019“ ermittelte IDG Business Research Services im Rahmen einer Onlinebefragung, für die insgesamt 1.016 qualifizierte Interviews geführt und analysiert wurden. Unter den Befragten waren 625 IT-Freiberufler und 391 Unternehmen, die IT-Selbständige einsetzen. Untersuchungszeitraum war vom 26. Februar bis 15. März 2019. Durchgeführt wurde die Studie von IDG Research Services, München.