So geht’s: Tipps für mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz

Wussten Sie, dass pro Minute nahezu eine Million Getränkeflaschen aus Plastik verkauft werden? Bis heute wurden weltweit knapp sieben Milliarden Tonnen Plastikmüll produziert und nur etwa neun Prozent davon recycelt. Der Rest wird entweder verbrannt (ca. zwölf Prozent), lagert auf Deponien oder - noch schlimmer - in unserer Natur.

Doch noch ist es nicht zu spät - wir alle können etwas gegen die Vermüllung unserer Welt tun. Das geht übrigens auch bei der Arbeit. Deshalb haben wir für Sie 10 Tipps, die Ihnen dabei helfen, im Arbeitsalltag Müll zu reduzieren und das Klima zu schützen.

Tipps für Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz

  1. 1. Der Weg ist ein Teil des Ziels: Umweltschutz beginnt bereits auf Ihrem Arbeitsweg. Nutzen Sie statt des Autos öffentliche Verkehrsmittel oder Ihr Fahrrad. Sollte die Fahrt mit dem Auto unvermeidbar sein, versuchen Sie, Fahrgemeinschaften zu bilden.
    Bereits in einem Bewerbungsgespräch könnte Ihre Wahl anstatt auf einen Firmenwagen auf ein E-Bike oder aber eine Bahncard 100 fallen. Seien Sie kreativ und denken Sie grün!
  2. 2. Von Zuhause arbeiten: Wenn es geht und es Ihr Arbeitgeber zulässt, legen Sie regelmäßig einen Homeoffice-Tag ein. Kein Arbeitsweg - kein CO2-Ausstoß.
  3. 3. Nachhaltig wach werden: Steigen Sie auf Mehrwegbecher um, falls Sie nicht auf Ihren To-Go-Kaffee verzichten möchten. Thermobecher für unterwegs halten Ihr Getränk warm, sind auslaufsicher und in vielen verschiedenen Designs erhältlich.
  4. 4. Setzen Sie auf Alternativen bei Ihren Arbeitsmaterialien, beispielsweise:
    - Kautschuk-Radierer statt herkömmlicher Radiergummis
    - USB-Sticks aus Holz
    - nachfüllbare Stifte statt Einwegkugelschreiber
    - Umschläge ohne Plastikfenster
  5. 5. Think before you print! Was müssen Sie tatsächlich ausdrucken, was genügt vielleicht doch als PDF? Überlegen Sie zwei Mal, bevor Sie auf "drucken" drücken. Wenn Sie doch mal einen Ausdruck benötigen: Nutzen Sie recyceltes Papier mit dem FSC-Siegel - heutzutage strahlt dieses mindestens genauso weiß wie herkömmliches Papier.
  6. 6. Könnten Sie öfter mal auf eine Dienstreise verzichten? Anstatt eines Kurzstreckenflugs bietet sich eine Telefon- oder Videokonferenz an - auch so können Sie wichtige Dinge klären, sparen aber Zeit und reduzieren Ihren CO2-Ausstoss. Wenn ein persönliches Meeting doch unerlässlich ist, wählen Sie statt des Flugzeugs oder Autos besser die Bahn.
  1. 7. Mittagspause! Trinken Sie Leitungswasser statt abgepacktem Wasser. Verzichten Sie auf Essensverpackungen aus Plastik und nutzen Sie stattdessen eigene Mehrwegboxen. Und wir hätten da noch eine Idee für Sie: Foodsharing am Arbeitsplatz! Ihr Kühlschrank ist voll und Sie sind die nächsten Tage verreist? Richten Sie in Ihrer Kaffeeküche doch einen Korb ein und beschriften Sie ihn mit "Zum Mitnehmen für die Kollegen". Sie werden sehen, teilen bereitet Freude - Ihnen und Ihren Kollegen.
  2. 8. Strom sparen! Nutzen Sie - wo möglich - Tageslicht. Häufig brennt Licht dort, wo es gar nicht nötig ist, etwa auf Fluren oder auf der Toilette. Auch Bewegungsmelder fürs Licht sind eine sinnvolle Sache und helfen dabei, im Büro Strom zu sparen. Ihre Kollegen können Sie mit einem kleinen Post-It daran erinnern, das Licht ebenfalls auszuschalten, wo es nicht benötigt wird. Weiterer Tipp: Nutzen Sie eine Master-Steckdosenleiste. So können Sie am Ende Ihres Arbeitstages gleich alle angeschlossenen Geräte gleichzeitig abschalten. Bezieht Ihre Firma bereits Öko-Strom? Sprechen Sie Ihren Chef darauf an.
  3. 9. Prima Klima! Wussten Sie, dass Pflanzen im Büro für das perfekte Raumklima sorgen können? Sie verbessern die Luft, können die Temperatur in der Umgebung um bis zu zehn Grad verringern und die Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 60 Prozent halten, was für uns Menschen ideal ist. Pflanzen sind die besseren Klimaanlagen!
  1. 10. Defekte Computer und veraltete Bildschirme: Es bleibt nicht aus, dass in Büros Elektroschrott anfällt. Entsorgen Sie diesen unbedingt fachgerecht! Der komplette Handel muss Elektroschrott heutzutage zurücknehmen. Alternativ können Sie Ihren Müll auch auf einem Recyclinghof abgeben.

Gemeinsam sind Sie stärker: Manch eine nachhaltige Idee bedarf größerer Überzeugungskraft, um sie dann tatsächlich im Unternehmen umzusetzen - sprechen Sie mit Ihren Kollegen und holen Sie andere mit ins Boot. Manchmal weiß man gar nicht, wer sich alles für das Thema Nachhaltigkeit interessiert und am Ende kommt man so schneller zu nachhaltigeren Ergebnissen.