So suchen die Deutschen nach Jobs: Tageszeitungen immer noch top

Gehören Sie zu den 15 Prozent der Deutschen, die gerade dringend einen neuen Job suchen? Wenn ja, wie und wo suchen Sie? Wenn Sie regelmäßig die Stellenteile der Tageszeitungen durchstöbern, liegen Sie damit immer noch im Trend. Fast die Hälfte aller Jobsuchenden liest Stellenanzeigen in regionalen Kurieren, Tageblättern und Co. Die verschiedenen Möglichkeiten, im Internet zu suchen, haben sich noch nicht bei allen durchgesetzt. Beliebter ist es, seine Kontakte zu nutzen und Freunde und Bekannte nach Job-Tipps zu fragen.

 

Frau auf der Suche nach einem Job in der Zeitung

Dies ergab die repräsentative Studie „Jobsuche 2015“, die die ManpowerGroup bereits zum dritten Mal durchgeführt hat. Befragt wurden dafür 1.001 Deutsche ab 18 Jahren. Sieben Prozent davon sind nach eigenen Angaben arbeitssuchend und ohne Job. Acht Prozent bewerben sich aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus. Etwa jeder Fünfte schaut sich ab und zu nach neuen Beschäftigungen um, sucht aber nicht dringend. 26 Prozent gaben an, überhaupt nicht auf der Suche zu sein, zum Beispiel weil sie studieren oder in Rente sind.

Alle Berufstätigen (740 der 1.001 Teilnehmer) wurden gefragt, wo sie nach Stellenangeboten suchen. Dabei konnten sie mehrere Quellen wählen. Hier das gesamte Ranking:

1. Stellenanzeigen in Tageszeitungen (46 Prozent)

2. Persönliche Kontakte (37 Prozent)

3. Allgemeine Suchmaschinen, z. B. Google (35 Prozent)

    Jobportale, z. B. Stepstone, Monster (35 Prozent)

    Internetseiten einzelner Unternehmen (35 Prozent)

4. Online-Jobbörse der Arbeitsagentur (34 Prozent)

5. Stellenanzeigen in Fachzeitschriften (16 Prozent)

6. Berufliche Onlinenetzwerke, z. B. XING, LinkedIn (14 Prozent)

7. Zeitarbeitsfirmen (8 Prozent)
    Soziale Netzwerke, z. B. Facebook (8 Prozent)

8. Jobmessen (7 Prozent)

9. Fachmessen (4 Prozent)

Deutsche bewerben sich am liebsten per E-Mail

Um Bewerbungen von geeigneten Kandidaten „einzusammeln“, nutzen Arbeitgeber heute sehr unterschiedliche Wege. Statt der klassischen Bewerbung per Post bitten die Unternehmen sehr häufig um eine Zusendung per E-Mail. Besonders große Firmen haben oft auch eigene Online-Karriereportale, auf denen sich die Kandidaten registrieren. Sie speichern dort ihre Daten und können Unterlagen hochladen. 

Wir haben in unserer Studie daher auch gefragt, welche Möglichkeit die Deutschen bevorzugen. Hier hat sich die Bewerbung per E-Mail inzwischen klar durchgesetzt. Wenn sie die Wahl haben, entscheiden sich 38 Prozent der Berufstätigen dafür. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Das bedeutet aber nicht, dass die klassische Bewerbungsmappe auf dem Postweg ausstirbt. Fast unverändert 28 Prozent ziehen diese vor. Lebensläufe und persönliche Daten in ein Online-Karriereportal einzugeben, ist dagegen nur für vier Prozent der beste Weg. Auch mit Bewerbungsfunktionen in sozialen Medien fremdeln viele noch, diese bevorzugen zwei Prozent. Deutlich praktischer erscheint es vielen, die Unterlagen einfach persönlich beim Wunsch-Arbeitgeber abzugeben. Diese Möglichkeit wählen 18 Prozent.

Falls Sie derzeit Jobs suchen: Eine weitere Quelle für aktuelle Jobangebote ist das Jobportal ManpowerGroup Deutschland. Dort können Sie die offenen Stellen beispielsweise nach Regionen und Branchen filtern. Hier entlang, bitte: www.manpower.de/jobsuche/