Studie: In IT-Projekten arbeiten mehrheitlich externe Mitarbeiter

70 Prozent der befragten Unternehmen messen externen IT-Fachkräften eine große bis sehr große Bedeutung zu. Kein Wunder, denn schon jetzt verlassen sich Firmen hauptsächlich auf externe Kräfte: Sie sind bei IT-Projekten keine Ausnahme mehr, sondern die Mehrheit. Sonja Pierer, Geschäftsführerin von Experis: "Firmen können so nicht nur ihre Kosten besser steuern und Lastspitzen abfedern, sondern auch zusätzliches Know-how bedarfsgerecht einkaufen, das mit internen Schulungen schwer so schnell zu bekommen ist.".

 

 

Der IT-Markt boomt: Zwei Drittel der Unternehmen planen nämlich, ihren Anteil an externen ITlern nochmals zu erhöhen. Schon jetzt sind interne Mitarbeiter in diesem Bereich in der Minderheit: Nur 46 Prozent der IT-Experten kommen aus dem eigenen Haus.

 

KI-Experten gefragt wie Profi-Fußballer?

Profi-Fußballer und IT-Experten könnten nicht unterschiedlicher sein? Im Gegenteil: Denn IT-Profis sind rar und wer sich besondere Expertise in diesem Gebiet aufgebaut hat, kann mit einem Spitzenverdienst rechnen. Das spezielle Know-how zahlt sich aus: Laut Studie rechnen 17,9 Prozent der Befragten mit einem Einkommen in Höhe von mehr als 160.000 Euro. „Wer tiefe Kenntnisse in aufkommenden seltenen Programmiersprachen oder in gefragten Fachgebieten hat, kann sich seine Auftraggeber und die Bezahlung aussuchen“, sagt Pierer.

Auch wenn die Nachfrage an externen ITlern weiterhin steigt, haben ihre Honorare den Zenit erreicht. Denn nach mehreren Jahren des Anstiegs sind die Stundensätze erstmals gefallen. Lag der Stundenlohn 2017 noch bei 88,41 Euro, ist er im vergangenen Jahr auf 86,73 Euro gesunken.

 

IT-Projekte: Wo ist Bedarf?

Dass der Bedarf an IT-Kompetenzen hoch ist, steht außer Frage. Besonders hoch im Kurs stehen IT-Sicherheit (51,5 Prozent), Digitalisierung (39,4 Prozent), Cloud Computing (36,5 Prozent) sowie KI (34,3 Prozent).  Während die IT-Sicherheit trotz geringer Verluste nach wie vor Spitzenreiter ist, hat die Digitalisierung die Nachfrage an Cloud Computing im Vergleich zum Vorjahr überholt. Auch Experten im Bereich Consulting und Softwareentwicklung werden laut Studie in den kommenden zwei Jahren gefragt sein.

 

 

 

Über die Studie

Die Ergebnisse der Studie „IT-Freiberufler 2019“ ermittelte IDG Business Research Services im Rahmen einer Onlinebefragung, für die insgesamt 1.016 qualifizierte Interviews geführt und analysiert wurden. Unter den Befragten waren 625 IT-Freiberufler und 391 Unternehmen, die IT-Selbständige einsetzen. Untersuchungszeitraum war vom 26. Februar bis 15. März 2019. Durchgeführt wurde die Studie von IDG Research Services, München.