Trends in der Robotertechnik

„Roboter trampt durch Deutschland“, war kürzlich in vielen Medien zu lesen. Hitchbot hieß der Gute, und es handelte sich dabei um ein soziologisches Experiment zur Beziehung zwischen Mensch und Roboter. Technologisch gesehen war Hitchbot nicht gerade ein Vorzeigeobjekt. Aber die Aufmerksamkeit, die ihm zuteilwurde, zeigt mal wieder, wie sehr Roboter die Menschen faszinieren.

 

Roboter schaffen Arbeitsplätze

Zukunftstrend Robotik: Mensch und Maschine arbeiten gemeinsam

 

Aus der Arbeitswelt sind die Roboter längst nicht mehr wegzudenken. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Industrieunternehmen beständig an der Qualität ihrer Produktion arbeiten. Damit diese besser und schneller wird, bietet sich der Einsatz von Robotern an – und zwar nicht, um Menschen komplett zu ersetzen, sondern um mit ihnen möglichst effizient zusammenzuarbeiten. In vielen Bereichen der Industrie übernehmen Roboter bereits Tätigkeiten, die für Menschen häufig monoton, zu schwer oder nicht ergonomisch wären.

 

Ein typisches Einsatzfeld ist die Automobilindustrie. Dort übernehmen Roboter mittlerweile nicht nur Schweißerjobs oder das Heben schwerer Objekte, sondern auch bestimmte Aufgaben in der Endmontage, durch die sie Mitarbeiter entlasten. Zu den weiteren Branchen, in denen Roboter im Einsatz sind, zählen etwa Elektronik, Energieindustrie, Pharmazie, Lebensmittelindustrie und Schiffsbau.

 

Roboter schaffen Arbeitsplätze

 

Weil sich die Kooperation von Mensch und Maschine als erfolgreich erweist, ist die Entwicklung und Herstellung von Robotern ein wichtiger Zukunftstrend für Ingenieure und Techniker. Nach einer Studie des Toyota-Konzerns wird sich die Robotik in den nächsten zehn Jahren zu einer Großindustrie entwickeln, mit einem Marktvolumen von 50 Milliarden US-Dollar. Weil der Markt so stark wächst, lässt sich sagen: Roboter schaffen eher Jobs als sie zu verdrängen. Weltweit rechnet man mit rund einer Million neuer Stellen für Entwicklung, Programmierung, Bau, Anwendung und Optimierung von Robotern und Automatisierungssystemen. 

 

Neben Japan, China, Südkorea und den USA gehört auch Deutschland zu den Ländern, in denen die Nachfrage besonders hoch ist. Die Einsatzgebiete gehen dabei über die klassische Industrierobotik weit hinaus und umfassen etwa Serviceroboter, Drohnen und sogar menschenähnliche Androiden. Besonders in Japan, wo viele Arbeitskräfte fehlen, übernehmen die Maschinen immer mehr Aufgaben auch in der Alltagswelt, wie zum Beispiel  in der Pflege, in Supermärkten und Kantinen. Dort wird auch intensiv daran gearbeitet, den Robotern immer mehr menschliche Züge zu geben. 

 

Waren Roboter zunächst nur Science Fiction, werden sie also immer mehr zur Realität. Für Ingenieure und IT-Experten in jedem Fall ein vielseitiges und spannendes Feld mit Zukunft!