Update für die IT-Ausbildung

Die IT-Branche ist immer in Bewegung. Stets neue Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit sind nur ein Grund dafür. Deswegen gibt es gegen Ende des Ausbildungsjahres ein paar Änderungen für Azubis in IT-Berufen. Sie betreffen die Ausbildung zum/zur Fachinformatiker*in, IT-System-Elektroniker*in, IT-System- Kaufmann/-frau und Informatikkaufmann/-frau. Ab dem 1. August 2020 bekommt die Ausbildung zum/zur Fachinformatker*in zwei weitere Vertiefungen. Dazu gehören "Daten und Prozessanalyse" und "Digitale Vernetzung". Damit gibt es in der Ausbildung insgesamt vier Vertiefungsbereiche.

Veränderung dringend nötig

Künstliche Intelligenz, Big Data und Industrie 4.0 haben die letzten 20 Jahre geprägt. Das betrifft zwar nicht nur die IT-Branche. Sie sitzt aber in der ersten Reihe und ist die Speerspitze bei der Entwicklung neuer Technologien. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) kam zu dem Schluss, dass eine Anpassung nötig sei. 2018 wurde schon ein kleines Update vorgenommen: Damals wurden IT-Sicherheit und Datenschutz als Lernziele aufgenommen. Im August 2020 sollen dann alle Ausbildungspläne an die neuen Anforderungen angepasst werden. Der Beruf des/der IT-Kaufmann/-frau wird in Kaufmann/-frau für IT-Systemmanagement weiterentwickelt. Auch der/die Informatikkaufmann/-frau bekommt eine neue Bezeichnung. Offizielle Bezeichnung ist jetzt Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement. Die Prüfungsordnung ändert sich ebenfalls. Statt der klassischen Zwischen- und Abschlussprüfung gibt es die "gestreckte Abschlussprüfung". Hier trägt die Zwischenprüfung zur Abschlussnote bei.

Die neuen Berufsbilder im Überblick

Kaufleute für IT-Systemmanagement: Sie vermarkten IT-Produkte in allen Varianten, egal ob Hardware, Software oder Service. Ein weiteres Feld ist die Verwaltung und das Managen von IT-Systemen.

Kaufleute für Digitalisierungsmanagement: Der Name ist Programm. In diesem Bereich lernen die Auszubildenden wie man Wissen aus ökonomischen Prozessen gewinnt, um Prozesse zu digitalisieren.

Fachinformatiker/-innen der Fachrichtung "Digitale Vernetzung": Cybersicherheit und Vernetzung sind ein wichtiges Thema in dieser Ausbildung. Maschinen, die miteinander kommunizieren, halten in immer mehr Fabriken Einzug. Diese müssen vernetzt, gewartet und vor Angriffen geschützt werden. Genau hier setzt die neue Fachrichtung an.

Fachinformatiker/-innen der Fachrichtung "Daten und Prozessanalyse": Diese Ausbildung setzt den Fokus auf die Analyse von Prozessen und die Bereitstellung von Daten. Damit kann zum Beispiel die Produktion optimiert werden. Datenschutz ist ebenfalls ein wichtiger Teil dieser Ausbildung.

Die neuen Berufsbilder und Vertiefungen sind wichtige Bausteine für die Zukunft der Industrie. Daten werden immer wichtiger und Maschinen müssen regelmäßig geprüft und angepasst werden. Wer einen dieser Jobs ergreift, wird in Zukunft sehr gefragt sein.