Was macht eigentlich ein Systemadministrator?

„Mein Internet ist kaputt!“ Systemadministratoren hören Sätze wie diese häufiger. Um das Problem zu lösen, benötigen sie vor allem Geduld und Feingefühl im Umgang mit den Kollegen. Normalerweise ist jedoch in erster Linie technisches Know-how gefragt. Denn Systemadministratoren halten die IT-Systeme von Unternehmen am Laufen, installieren Drucker oder schützen das Unternehmen vor Cyberangriffen. Ein anspruchsvoller und vielseitiger Beruf. Anlässlich des „Tags des Systemadministrators“ am 31. Juli stellen wir diesen einmal genauer vor.

 

 

Systemadministrator Bild

Systemadministratoren, auch Admins genannt, sind die stillen Helfer im Hintergrund. Tag für Tag sind sie im Einsatz, damit die Kollegen in den Büros unbeschwert ihrer Arbeit nachgehen können. Doch davon bekommt kaum jemand etwas mit. Die meisten nehmen von ihnen erst dann Notiz, wenn etwas nicht gut läuft. Deshalb hat der US-Amerikaner Ted Kekatos im Jahr 2000 den „System Administrator Appreciation Day“ (kurz: Sysadminday) ins Leben gerufen. Damit sollen Systemadministratoren zumindest einmal im Jahr die verdiente Anerkennung erhalten. Das Ganze war nicht ganz uneigennützig: Kekatos ist selber Systemadministrator.

Admins halten das Unternehmen zusammen

Systemadministratoren kümmern sie sich um sämtliche Computersysteme im Unternehmen. Alle Aufgaben aufzulisten würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Daher seien hier exemplarisch einige erwähnt:

  • Systemadministratoren sorgen dafür, dass die Rechner einwandfrei funktionieren
  • E-Mails ankommen
  • Drucker, Scanner und Fax funktionieren
  • die Kollegen über das Netzwerk miteinander kommunizieren können
  • immer genug Speicherplatz auf den Servern vorhanden ist
  • das gesamte System sicher ist vor Hackerangriffen und Schadsoftware

 

Außerdem sind Systemadministratoren erster Ansprechpartner bei technischen Problemen im Alltag – zum Beispiel, wenn ein Papierstau den Drucker lahmlegt oder einem Kollegen das Passwort nach dem Urlaub nicht mehr einfällt. Als wäre das nicht schon genug, haben sie oft mit knappen Budgets und veralteten Betriebssystemen zu kämpfen.

Talent ist wichtiger als Studienabschluss

Trotz der hohen Anforderungen, die an Systemadministratoren gestellt werden: Formale Voraussetzungen gibt es für diesen Beruf nicht. Neben einem Informatikstudium können sich Interessierte auch über Ausbildungen für den Job qualifizieren, zum Beispiel zum Betriebsinformatiker oder Fachinformatiker für Systemintegration. Einige Hersteller wie etwa Apple bieten zudem Lehrgänge an, die mit einem Zertifikat abgeschlossen werden. Auch Quereinsteiger sind willkommen. Voraussetzung sind neben Talent für technische Fragestellungen unter anderem Geduld, Selbstständigkeit und Eigeninitiative. Weitere Infos zu dem Beruf finden Sie unter diesem Link.

Wenn Sie nun den Wunsch verspüren, Ihrem Systemadministrator für seine unermüdliche Arbeit zu danken – am 31. Juli ist dafür eine gute Gelegenheit. Auch wenn dies kein offizieller Gedenktag ist. Es ist ein schöner Anlass, um jemanden zu danken, deren Arbeit man nicht immer unmittelbar bemerkt. Das gilt nicht nur für Systemadministratoren.