Was macht eigentlich eine CAD-Fachkraft

Ein Artikel von Melanie Lange-Fürkus

 

Ohne CAD-Fachkräfte gäbe es wahrscheinlich keine modernen Fabriken, und auch komplexe Bauvorhaben wären nur sehr schwierig umsetzbar. Sie sind gewissermaßen das Bindeglied zwischen der Vision eines Architekten oder Konstrukteurs und dem tatsächlichen Bau. Ein spannendes Feld mit Zukunft!

 

CAD steht für „computer-aided design“, zu Deutsch computergestütztes Konstruieren. Wer sich mit CAD beschäftigt, erstellt also am Computer Modelle – und das können Modelle für alles Mögliche sein. Klassische Einsatzbereiche für CAD sind Architektur oder Maschinenbau. Aber auch „im Kleineren“, etwa beim Herstellen von Zahnersatz, kommt es zum Einsatz.

 

Am Computer werden mit Hilfe spezieller Software detaillierte Konstruktionen entworfen, zum Beispiel von Bauwerken, Maschinen oder Prothesen – in der Regel heutzutage in 3D. Die Modelle sind die Basis für alle denkbaren Planungen und Berechnungen, zum Beispiel hinsichtlich der Statik von Bauwerken. Spezialisten für CAD werden deshalb in vielen technischen Berufszweigen immer wieder gebraucht.

 

Weiterbildung baut auf Vorkenntnissen auf

 

Zur CAD-Fachkraft wird man, indem man eine Prüfung ablegt, der eine Weiterbildung vorausgehen kann. Diverse Bildungseinrichtungen, darunter die Handwerkskammern, bieten entsprechende Kurse an, die in Vollzeit bis zu sechs Monate dauern. Manche Kurse sind bereits auf eine bestimmte Branche ausgerichtet und haben beispielsweise die Schwerpunkte Bau oder Elektrotechnik. Andere Kurse werden ohne Schwerpunkt angeboten.

 

Voraussetzung für die Weiterbildung und Prüfung sind gute Vorkenntnisse im Technischen Zeichnen, Bauzeichnen oder in der Konstruktion, beispielsweise durch eine entsprechende Berufsausbildung. Dass die Kandidaten technisches Verständnis mitbringen sollten, versteht sich also fast von selbst. Darüber hinaus sollten sie bereit sein, mit den Fortschritten der Softwareprogramme Schritt zu halten, mit denen sie täglich arbeiten.