Weihnachtsfeier: Keine Angst vor Fettnäpfchen!

In der Adventszeit stehen wieder die betrieblichen Weihnachtsfeiern an. Das Fest bietet eine willkommene Abwechslung zum Arbeitsalltag und gibt Ihnen die Gelegenheit, Ihre Kollegen besser kennenzulernen und das Teamgefühl zu stärken. Sie birgt aber auch einige Risiken! Wer sich am Tag danach noch ohne Scham am Arbeitsplatz blicken lassen möchte, sollte ein paar Dinge beachten. Wir zeigen Ihnen, was sich bei der Weihnachtsfeier gehört – und was nicht.

 

Weihnachtsfeier, Büro

Erscheinen zeugt von Höflichkeit

Die Weihnachtsfeier ist keine offizielle Pflichtveranstaltung. Sie sollten sie aber als eine solche wahrnehmen. Der Feier grundlos fernzubleiben ist nicht nur unhöflich Ihrem Chef gegenüber, sondern signalisiert auch gleichzeitig Desinteresse an Ihren Kollegen. Solange Sie nicht krank oder in Urlaub sind, sollten Sie also hingehen. Informieren Sie die Organisatoren in jedem Fall aber rechtzeitig, ob Sie teilnehmen oder nicht, um die Planung zu erleichtern. Zum guten Ton gehört es auch, wenn Sie sich auf der Feier persönlich bei Ihrem Chef für die Einladung bedanken. Schließlich ist Ihr Vorgesetzter der Gastgeber und finanziert die Weihnachtsfeier in der Regel.

Maßvoll genießen

Dass Sie Gast auf der Feier sind, sollten Sie entsprechend wertschätzen und sich nicht lautstark über das Essen, den Wein oder das Rahmenprogramm echauffieren. Genießen Sie den Abend als wohlverdienten Abschluss des Jahres, das hinter Ihnen und Ihren Kollegen liegt – aber in Maßen. Nichts ist peinlicher als die Folgen unkontrollierten Alkoholkonsums. Der führt mitunter zu unangenehmen Situationen, die Sie später bereuen werden. Auch am Buffet sollten Sie sich zurückhalten und lieber mehrere kleine Portionen auf den Teller füllen, statt diesen randvoll zum Tisch zu tragen. Apropos Zurückhaltung: Auch das Flirten auf der Weihnachtsfeier gehört zu den weniger klugen Ideen. Nette Gespräche oder ein Kompliment sind in Ordnung. Total tabu sind aber selbstverständlich plumpe Annäherungsversuche oder gar Übergriffigkeiten. Denken Sie immer daran, dass Sie dem/der Kollegen/in am nächsten Tag noch in die Augen schauen und weiterhin mit ihm/ihr zusammenarbeiten müssen! 

Kontakte knüpfen

Trotzdem ist die Weihnachtsfeier natürlich die perfekte Veranstaltung, um Ihre Kollegen besser kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen. Versuchen Sie aktiv, mit denjenigen ins Gespräch zu kommen, mit denen Sie sonst weniger zu tun haben. Mögliche Gesprächsthemen für einen kleinen Smalltalk sind die Räumlichkeiten, das Essen, die Musik oder die Pläne für die Weihnachtsfeiertage. Vermeiden sollten sie politische, religiöse oder zu persönliche Themen wie etwa Krankheiten oder Scheidungen. Sollten Sie in einem nicht endenden Small-Talk-Gespräch festhängen, wechseln Sie unter einem höflichen Vorwand den Gesprächspartner. Auch mit dem Chef ist ein lockeres Gespräch während der Weihnachtsfeier durchaus möglich. Achten Sie aber darauf, nicht zu sehr ins Private zu gehen und bleiben Sie stets höflich. Bei vielen Vorgesetzten kommt es auch nicht gut an, wenn Sie versuchen, sich selbst zu profilieren. Absolutes Tabu: Gespräche über mögliche Gehaltserhöhungen oder abwertende Kommentare über andere Kollegen.

Am nächsten Tag: Du oder Sie?

Sie sind mit Ihrem Vorgesetzten ins Gespräch gekommen und haben auch das eine oder andere Getränk gemeinsam genossen? Dann kann es schon mal passieren, dass Ihr Chef Ihnen auf einmal das „Du“ anbietet. Was am Abend der Weihnachtsfeier noch kurzfristig Gültigkeit besaß, kann am nächsten Morgen schon wieder vergessen sein. Ihr Chef entscheidet, ob das „Du“ über die Weihnachtsfeier hinaus Bestand hat oder nicht. Wenn er Sie tags darauf wieder siezt, lassen Sie diesen Sinneswandel unkommentiert und kehren wieder zum „Sie“ zurück.