Zivile Drohnen: Vom fliegenden Postboten bis zum Wildhüter 2.0

Beim Begriff „Drohne“ denkt man meist an Miniflugzeuge des Militärs. Sie dienen bei Aufklärungs- und Überwachungsmissionen sowie als Waffensystem in Kriegsgebieten. Doch die Kampfdrohne hat eine zivile Zukunft. Online-Händler wie Amazon und Logistik-Konzerne wie die Deutsche-Post-Tochter DHL testen den Einsatz von Drohnen bereits zur Paketzustellung.

 

Experis JOBlog Drohnen

Ein Artikel von Sophia Kaiser

Es gibt eine Reihe von Branchen, die von der Drohnentechnologie profitieren wollen. Dazu zählen die Logistikbranche, die Kommunikationsbranche, die Landwirtschaft, die Ölindustrie, Polizei, Feuerwehr und Bergwacht sowie die Spieleindustrie. Alle Branchen haben vielfältige Anwendungsfelder im Blick: Das Spektrum reicht vom Expressversand von Waren, Internethotspots in der Atmosphäre in dünn besiedelten Regionen, humanitäre Hilfseinsätze, Verkehrsüberwachung, Gefahrenstoffeinsätze der Feuerwehr, Wartung von Industrieanlagen und Ortung von Tieren mittels Wärmebildkameras. Und die Freizeitbranche möchte Drohnen am liebsten für Jedermann als Spielzeug anbieten.

Die vielen Einsatzfelder und die sinkenden Herstellungskosten machen Drohnen zu einem Boom-Markt. Das amerikanische Beratungsunternehmen Teal Group spricht von rund 67 Milliarden Euro Marktpotenzial in den kommenden Jahren. Und immer, wenn es neue Technologien zur Marktreife schaffen, werden gut ausgebildete Menschen für Entwicklung und Herstellung gesucht. Für Erschließung des Drohnenmarktes sind vor allem Hard- und Softwareingenieure und -techniker, Designer und Operatoren gefragt. Unsere Recruiting-Experten von Experis verzeichnen ebenfalls steigende Jobangebote in diesem Arbeitsumfeld.

Es gibt allerdings auch Hindernisse für die wendigen Flugobjekte: Die zivile Nutzung der Drohnen ist in den meisten Industrieländern stark eingeschränkt. Die jeweilige nationale Luftfahrtbehörde hat strenge Regeln, um Gefährdung und Missbrauch zu verhindern. Wer die Miniflugzeuge gewerblich nutzen will, braucht eine Aufstiegserlaubnis. Die Politik muss also noch bestehende Gesetze und Richtlinien anpassen. Erst dann können Unternehmen mit friedlichen Drohnen richtig durchstarten.