Zum Abheben: welche Skills brauchen die Mitarbeiter hinter Google’s fliegendem Auto?

Kann ihr Zweitwagen bald fliegen? Larry Page, der eifrige Start-up Investor und Mitgründer von Google finanziert neuesten Medienberichten zufolge die Forschung und Entwicklung fliegender Autos. Mehr als 100 Millionen soll er bereits in die Firma Zee.Aero investiert haben. Auf der Website des Unternehmens aus dem Silicon Valley heißt es: “Wir designen, bauen und testen bessere Möglichkeiten um von A nach B zu kommen. Wir bauen eine neue, revolutionäre Form der Bewegung”. Fliegender und fahrbarer Untersatz scheint dabei die Wahl der Stunde zu sein. Aber welche Art der Manpower braucht man dafür? Nach welchen Qualifikationen muss man als Recruiter suchen, um einen “Ingenieur fliegendes Auto” zu finden?

 

fliegendes Auto, IT

Die Firma arbeitet an der “Schnittstelle zwischen Aerodynamik, neuester Fertigungstechnik und elektrischem Antrieb” wo kreative Mitarbeiter in einem “stimulierendem Umfeld neue Herausforderungen entdecken können”. Gesucht werden vor allem Experten im Bereich Flugzeug Design, Elektroantriebe, Machine Learning, Systemintegration und Aeroakustik. Luftfahrtingenieure und IT’ler mit Vorliebe für Autos sind also schon mal nicht verkehrt.

Klar ist jedoch: eine derartiges, neues Spielzeug, dass eventuell unsere Mobilität verändern wird, braucht Menschen in der Produktion und Planung, die neben technischen Fertigkeiten auch ein gutes Vorstellungsvermögen haben! Wie entwickelt man sonst etwas, das es noch nicht gibt? 

Wir haben 3 Eigenschaften und Fertigkeiten identifiziert, auf die Unternehmen bei der Rekrutierung achten sollten um das “next big think” des Mobilitätsmarktes zu entwickeln.


  • Pioniergeist und hohe Frustrationsgrenze

Es gibt Ingenieure, die es ständig in den Fingern juckt - entweder weil sie selbst so schnell wie möglich ein fliegendes Auto haben möchten oder die Zukunft entscheidend vorantreiben wollen. Ein Ingenieur vom Typ Howard Hughes, der in den 40ern das schnellste Flugzeug der Welt baute. Was der Film Aviator jedoch auch zeigt: Pioniere wie Hughes die viel vorhaben, brauchen Geduld und eine hohe Frustrationsgrenze. Innovationen haben kein “Veröffentlichungsdatum” und bevor der erste Prototyp gebaut ist, kann einem die Konkurrenz oder das knapper werdende Budget in die Quere kommen. Wer hier unbeirrt weitermacht und neue Wege findet, ist klar im Vorteil.


  • Keine one-man-show

Entgegen aller Hollywood Verfilmungen, die einsame Genies a la Howard Hughes oder Steve Jobs inszenieren: Innovation braucht ein Team. Leider denken noch immer viele Unternehmen, dass ein einzelner innovativer Kopf verantwortlich ist für bahnbrechende Ideen. Doch zahlreiche Studien belegen, dass Innovationen durch Netzwerke geschaffen werden - durch eine Gruppe von Menschen, die strukturiert und effektiv zusammenarbeitet. Anstatt also nur auf die Kenntnisse eines Kandidaten zu schauen, sollten Recruiter ihren Blick auch immer auf die Teamfähigkeit richten! Ingenieure haben heute eine Vielzahl von Schnittstellen mit denen sie kommunizieren müssen - Kommunikative Fähigkeiten gehören somit ebenfalls zu den wichtigsten Eigenschaften eines “Fliegendes Auto-Ingenieurs”.


  • Wait but Why?

Menschen, die an etwas neuem Arbeiten kommen nicht umhin viele Fragen zu stellen und vor allem den Status quo zu hinterfragen. Dabei werden ursprünglich nicht zusammenhängende Teile in eine neue Lösungen überführt (= Kreativität). Das gelingt besonders gut, wenn sich Menschen von herkömmlichen Denkweisen, konventionellen Lösungsansätzen und Vorurteilen lösen. Dazu bedarf es kritischem Denken, Erfahrung und Wissen. Kritisches Denken lässt sich in Einstellungstests gut prüfen und gibt Auskunft darüber, wie ein Mensch an Aufgaben generell rangeht. Stürzt er sich direkt an die Aufgabe - oder stellt er zunächst viele Fragen? Zweiteres ist von Vorteil für diese Art von Mission.


  • Essenz

Wir halten also fest: Innovation verlangt nach keinem einzelnen Überflieger, sondern einem Teammitglied mit den richtigen Eigenschaften...sowohl im technischen, als auch im sozialen (soft skills) Bereich. Die Aufgabe der Unternehmen besteht darin, ein gut funktionierendes Team zu finden und Innovationsgeist im Unternehmen zu fördern. Die richtige Unternehmenskultur samt gelebter Fehlerkultur gehört ebenso dazu, wie ein gewisser Freiraum zum Experimentieren statt Mikromanagement. Mit diesen Komponenten kann ein gutes Team von Ingenieuren fast alles bauen, was unsere Vorstellungskraft hergibt!